MINT-Themen selber erschließen und im Experiment vertiefen

Mediasphere Team

Von Mediasphere Team
09.06.2018 | 5 Minuten Lesezeit

Mit der Lern-App von neuronut können sich Schüler MINT-Themen selber erschließen und im Experiment vertiefen.

Wenn es nach neuronut geht, passen die klassischen MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik allesamt in die Hosentasche. Auf der Langen Nacht der Wissenschaften stellte neuronut den Prototypen einer neuen Lern-App vor, die bei Schulkindern positive Emotionen auslöst und damit nachhaltiges Lernen fördert.

David Strehober von neuronut führt mit den Besuchern Experimente durch, Foto: neuronut

David Strehober von neuronut führt mit den Besuchern Experimente durch, Foto: neuronut

Im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften am 9. Juni 2018 konnten interessierte Besucher die Funktionalitäten der Lern-App von neuronut testen. Das erste App-Modul setzt sich mit der Thematik „Sehen und Wahrnehmung“ auseinander und macht sich die Technologie von Smartphones zunutze, die mittlerweile standardmäßig mit diversen Sensoren ausgestattet sind, darunter u.a. Helligkeitssensor, Gyroskop und Kamera. Im Experiment kann der Anwender so selber erproben, wie sich bspw. unterschiedliche Lichtbedingungen auf den Pupillenreflex auswirken. Eine weitere Funktion lässt den Nutzer das Innenleben des menschlichen Auges erkunden und in seine verschiedenen Bestandteile zerlegen, sodass der Aufbau eines Augapfels unmittelbar nachvollzogen werden kann.

Trotz hochsommerlicher Temperaturen, die eher zum Baden einluden, tummelten sich zahlreiche Besucher im Applikationslabor „Mediasphere For Nature“. Etwa 200 Neugierige, darunter viele Familien, nutzten die Gelegenheit, den Prototypen der App zu testen und spielten hilfreiches Feedback an die Entwickler zurück.

Dr. Ekaterina Zhuchkova von neuronut führt die App vor, Foto: neuronut

Dr. Ekaterina Zhuchkova von neuronut führt die App vor, Foto: neuronut

Wissenschaftliche Interpretation des Facettenblicks der Biene, Foto: neuronut

Wissenschaftliche Interpretation des Facettenblicks der Biene, Foto: neuronut

Die treibende Kraft hinter neuronut ist David Alexander Strehober. Dem studierten Physiker ist seine Begeisterung für MINT-Themen stets anzumerken. Mit Leidenschaft führte er bis in die späten Abendstunden die bereits freigeschalteten Funktionalitäten der App vor. Warum sehen wir, wie wir sehen? Warum können Drucker auch schon mit nur drei Farben zufriedenstellende Druckerzeugnisse produzieren? Wie funktioniert ein Farbdisplay? Phänomene, die noch nicht mit Hilfe der App nachvollzogen und experimentell nachvollzogen werden können, erläuterte David den Besuchern kurzerhand mit Hilfe einfacher Versuchsanordnungen.

Im Moment konzentriert sich neuronut darauf, das App-Modul „Wahrnehmung und Sehen“ fertigzustellen und möchte dann an weiteren spannenden Modulen tüfteln. Die App-Module sollen mittelfristig im App-Store erhältlich sein. Hauptzielgruppe der neuronut-App sind Kinder im Alter von 10 bis 15 Jahren. Eines der Haupterkenntnisse des Abends bleibt aber, dass bei neuronut-Entwicklungen nicht nur die Kleinen dazulernen.